((Bild: Kap1))




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Klappentext (Umschlagrückseite: Wie ich dazu kam dieses Buch zu schreiben)

komplettes Inhaltsverzeichnis

Leseproben:

Kap. II: Aus meiner Kindheit

Kap. III: Studienzeit – schönste Zeit

Kap. IV: Auch Kochen will gelernt sein

Kap. V: In der Schweiz ist alles anders

Kap. VI: Eine neue Errungenschaft – mein Navi

Kap. VII: Abenteuer Krankenhaus und die schwarze Katze

Kap. VIII: Waldgeschichten, böse Jäger und mein Moped

Kap. IX: Einige Geschichten, die sich nicht in die vorherigen Kapitel einordnen lassen

Kap. X: Geschichten, die anderen passierten oder von denen ich gehört habe

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Leseprobe

II Aus meiner Kindheit

6. Tante Kaktus

Da hatte sich meine Mutter ja was in den Kopf gesetzt, als sie auf die Idee kam, ihren geliebten Kaktus umzutopfen. Diesen Akt interessiert und sarkastisch zu verfolgen, ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Obwohl sie dicke Handschuhe trug, schrie sie hin und wieder auf, denn die offensichtlich recht intelligenten Stacheln scheinten die Handschuhe nicht daran zu hindern, meine Mutter zu ärgern.
Am Abend musste mein Vater meine Mutter verarzten, indem er mit der Pinzette die Stacheln aus ihren Händen entfernte, was ich natürlich auch wieder ganz interessant fand.
Einige Tage später war wieder mal so ein hässlicher Sonntagnachmittag, an dem man nicht spielen durfte und eine Ewigkeit am Kaffeetisch herumhängen musste. Die Familienstimmung war auf dem Nullpunkt, denn meine dicke Tante hatte wieder einmal ihren Besuch angesagt, deren Anwesenheit eigentlich niemand von uns gern ertragen mochte. Aber was soll‘s, sie war eben meine Tante. Überpünktlich und laut vor sich hin plappernd kam sie dann zusammen mit meinem neuen Onkel, denn sie hatte erst kürzlich wieder geheiratet, auch hereingeweht.
Am Kaffeetisch kam natürlich auch das Kaktusumtopfen zur Sprache. Meine Tante lachte nur, schaute meine Mutter mitleidig an und protzte damit, dass sie ein paar solche Stacheln nicht umhauen könnten.
Da kam mir eine blendende Idee, wie wir die Tante vielleicht schnell wieder los würden.
Mir fiel nämlich unsere total verdorrte und verholzte Aloe ein, die immer noch in der Sonne auf dem Komposthaufen lag. Ich schlich mich aus dem Zimmer, begab mich zum Komposthaufen und schnitt mit meiner kleinen Säge die obere Rosette des distelähnlichen, aber knochenharten, verdorrten Gebildes ab. „Hat die aber kräftige und feste Stacheln“, dachte ich mir und verbarg sie unter meiner Jacke.
Ich begab mich wieder in das Wohnzimmer und lenkte das Thema wieder auf den Kaktus. „Ich denke Mutter hat das Umtopfen gut hingekriegt, denn jetzt bekommt der Kaktus sogar eine Blüte“, sagte ich.
Alle schauten nach dem Kaktus, an dem natürlich keine Blüte zu sehen war. Meine Tante sagte, „ich sehe nichts“. „Dann steh doch mal auf und schau genauer hin“, entgegnete ich. Während sie das tat, und alle anderen immer noch zum Kaktus schauten, schob ich die Aloerosette auf den Sessel der Tante. „Na dann eben keine Blüte“, sagte ich, spielte die beleidigte Leberwurst und begab mich schleunigst in die Küche. Dort hielt ich mir erst mal die Ohren zu und lunste verstohlen ins Wohnzimmer in Erwartung der Dinge die da kommen müssten. ...


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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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